Kapitalverwaltungslizenz

INTERNATIONALE BANKGRÜNDUNGEN - ENORMES POTENTIAL     

Da die Erlangung einer Offshore Banklizenz heutzutage mit deutlich mehr Aufwand als noch vor einigen Jahren verbunden ist, gründen viele Unternehmer mittlerweile eine Offshore Kapitalverwaltungsgesellschaft, mit der in der Regel bereits 80 Prozent aller Geschäftsmöglichkeiten abgedeckt werden können.

Es ist bei der Offshore Bankgründung zu unterscheiden, ob eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft oder eine eigene Bank gegründet werden soll. Wenn Sie im Finanzmarkt tätig werden möchten, ist für die Gründer langjährige Erfahrung in der Besorgung von Lizenzen und in der Betreuung von Finanzdienstleistern notwendig. Durch den grossen Druck der USA sowie von Organisationen wie der OECD und der FATF gibt es heute nahezu keine Länder mehr in denen eine international gültige Finanzlizenz (eine sog. Banking License Typ A) ohne großen persönlichen wie auch finanziellen Aufwand erhältlich ist. Gerade in letzter Zeit haben sich hier starke Veränderungen ergeben. Die Folgen sind eine spürbare Erschwerung für innovative Bankgründungen. So sind viele Zentralbanken nur noch bereit lokale Lizenzen an bereits bestehende Internationale Banken zu vergeben. Anträge von Privatpersonen werden dort in der Regel gar nicht mehr angenommen. Viele Staaten fordern bei der staatseigenen Zentralbank die Hinterlegung von Stammkapital in Millionenhöhe - dies leider zinslos.

Vorsicht vor unseriösen Internetofferten     

Gerade im Internet gibt es diverse betrügerische Anbieter, welche Banklizenzen sehr günstig anbieten, die sich letztlich als Fälschungen herausstellen. Oftmals können Sie dort Banklizenzen für unter 10.000 EUR erwerben. Hiervon sollte einem jedoch schon der gesunde Menschenverstand abraten, da die reinen Behördengebühren bereits höher liegen als die dort verlangten Gesamtkosten. Des weiteren werden veraltete Lizenzen aus Staaten angeboten, welche gar keine Lizenzen mehr ausstellen. Die weltweite Marktsituation hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren spürbar angespannt, sodass es heute nicht mehr darum geht eine Lizenz zu einem günstigen Preis zu bekommen. Es geht mittlerweile darum, überhaupt noch eine echte Lizenz zu erfüllbaren Bedingungen zu erhalten. Seit einigen Jahren hat sich daher die wesentlich leichter erlangbare Kapitalverwaltungslizenz im Markt etabliert, die im Normalfall vollkommen ausreichend ist. Für die meisten Anwendungsfälle stellt diese eine sehr sinnvolle Alternative zur Banklizenz dar.

Die Internationale Kapitalverwaltungsgesellschaft     

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft, oftmals nach dem Recht von England oder Panama gegründet, ermöglicht es, Vermögenswerte Dritter zu halten, zu verwalten oder zu investieren. Somit können Sie ohne Sicherheitseinlagen und trotzdem geschützt vor persönlicher Haftung nahezu alle Finanzgeschäfte durchführen. Die Gründungsdauer der Kapitalverwaltungsgesellschaft liegt in der Regel bei mindestens zwei Monaten. Die Gründungskosten betragen in England durchschnittlich etwa 30.000 EUR; in Panama entsprechend weniger - ca. 12.000 EUR. Meist sind bei diesen Angeboten auch gleich die laufenden Gebühren fürs erste Geschäftsjahr dabei. Die Gesellschaft sollte bei einem derartigen Preis dann voll geschäftsfähig sein. Optional werden auch Zusatzleistungen angeboten, wie z.B. die Vermittlung eines Korrespondenzkontos oder einen Büroservice für ständige Erreichbarkeit. Dabei werden Anrufe 24 Stunden am Tag von einer Sekretärin in Ihrem Firmennamen beantwortet und an Sie weiterverbunden. Wichtig für den internationalen Zahlungsverkehr ist die Ausstattung der Kapitalverwaltungsgesellschaft mit einem eigenen SWIFT-Code. Die Antragsdauer seitens der SWIFT-Organisation liegt bei ca. 18 Wochen.

Für die meisten Online-Banking Applikationen wird es notwendig sein, eine zumindest minimalistisch ausgestattete Serverarchitektur zu unterhalten. Dabei wird unterschieden zwischen US- bzw. EU-Servern und sog. Offshore-Servern, die zusätzliche Sicherheit dadurch bieten, dass sie für die Behörden der großen Länder nicht so leicht zugänglich sind. Softwarebasispakete über die Depotstände abgefragt, Orders erteilt und neue Konten eröffnet werden können sind bereits für wenige tausend Dollar zu haben.

Die Jahresgebühr für die weitere Unterhaltung einer derartigen Gesellschaft können je nach Land und Rechtsform zwischen 1.000 EUR und 10.000 EUR betragen.

Die Offshore Banklizenz     

Reichen die umfassenden Möglichkeiten einer Kapitalverwaltungsgesellschaft für Ihre Zwecke nicht aus, müssen Sie sich eine vollwertige Offshore-Banklizenz besorgen. Eine Banklizenz ist dann angebracht, wenn Sie beabsichtigen ein komplettes Bankhaus zur Bedienung des Einzelkundengeschäfts aufzubauen. Darunter versteht man die Eröffnung von Privat- und Geschäftskonten und die Möglichkeit eigene Kreditkarten und Schecks im Design Ihrer Bank auszustellen. Auch Bankbürgschaften und weitere Finanzprodukte dürfen Sie dann ausstellen. Außerdem ist im internationalen Geschäftsverkehr das Ansehen einer Bank wesentlich höher, als bei einer Kapitalverwaltungsgesellschaft. Das Antragsverfahren erfordert den Nachweis von Referenzen und ist finanziell erheblich aufwendiger als die Gründung einer reinen Kapitalverwaltungsgesellschaft. Es ist zu berücksichtigen, dass ggfls. ein Eigenkapitalnachweis von min. 500.000 US$ bis zu 10 Mio. US$ je nach Gründungsstaat beizubringen ist und ein Sicherheits-Depot von 100.000 US$ bis zu 1 Mio. US$ beim jeweiligen Treasury Department einzubezahlen ist! Dieses wird bei Rückgabe der Lizenz zurückerstattet. Die Bearbeitungszeit beträgt ca. 3-4 Monate. Die Gründungskosten sind erheblich höher (ab 50.000 EUR). Die jährlich anfallenden Verwaltungskosten schwanken ja nach Gründungsland zwischen 3.000 EUR und 12.000 EUR. Optional benötigen Sie vielleicht noch Zusatzleistungen wie z.B. ein Korrespondenzkonto bei einer großen Bank oder einen Büroservice zwecks ständiger Erreichbarkeit. Sie können für Ihre Bank auch einen eigenen SWIFT-Code erhalten. Bitte beachten Sie wiederum die Antragsdauer der SWIFT-Organisation von ca. 18 Wochen.